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„Am Ende bleibt nur Gott"


Diesen Gedanken hatte ich in meinem bisherigen Leben immer wieder einmal. In persönlichen Krisen- und Krankheitszeiten oder dann, wenn ich von Menschen enttäuscht wurde.


Es ist wahr: kein Mensch kann uns so nah sein wie Gott. Wenn du leidest und nachts nicht schlafen kannst, dann kannst du vielleicht spontan einen Freund anrufen oder deinen Ehepartner aufwecken und ihn um Hilfe bitten. Aber wenn dein Leiden länger als eine Nacht dauert, länger als eine Woche oder länger als einen Monat - dann geht das nicht jede Nacht. Selbst der beste Freund oder Partner kann nicht rund um die Uhr dir so nah sein, wie du es in Zeiten der Angst und Sorge brauchst. Das kann nur Gott.


Selbst Freunde versagen oder geben dir vielleicht gut gemeinte Ratschläge, die dein Leid aber nicht lindern, sondern sogar größer machen. Ich habe erlebt, dass Gott anders ist: Er schenkt tiefen Frieden. Vielleicht ist das Leid damit nicht zu Ende, aber der Friede ist da. Er stillt den Sturm deiner Gedanken und glättet die Wogen deiner Furcht.


In Zeiten höchster Not ist es ein unbeschreibliches Geschenk, dass Gott bei uns ist. Spätestens im Augenblick des Sterbens - so meine ich beobachtet zu haben - ist man ganz „bei sich selbst“. Keiner anderer Mensch kann uns auf dem Weg aus diesem Leben begleiten.


Ich erinnere mich an Nächte, in denen ich wachgelegen habe und mir meiner menschlichen Einsamkeit bewusst wurde: „Hier liege ich nun. Alle anderen schlafen. Um mich und sogar in mir ist es dunkel. Die Zeit bis zum Sonnenaufgang vergeht unendlich langsam. Werde ich es schaffen?“


In solchen Momenten wurde mein Glaube an Gott fassbarer als sonst, denn ich wusste: „Entweder gehe ich jetzt unter, oder ich vertraue auf Gott, den ich nicht sehen kann, der aber in der Gestalt seines Sohnes Jesus fassbar wurde.“

Wenn ich mich dann in seine Arme fallen und meine eigenen Versuche es irgendwie selbst zu schaffen, sein ließ, dann erlebte ich, wie tragfähig und real die Arme Gottes sind. Obwohl ich losließ, fiel ich nicht in einen Abgrund, sondern wurde gehalten.

Am Ende bleibt nur Gott.

Diese Aussage ist richtig. Sie ist verlässlich. Wenn alle dich verlassen würden: Gott bleibt.

Ich wünsche dir für deine neue Woche, dass du stille Momente der Erkenntnis über diese Wahrheit hast - egal ob du leidest oder ob es dir gut geht. Gott ist da und geht nicht weg.

Alles Liebe. Rainer

#rainersmondayimpulse

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