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Inside out


Die vergangenen Wochen sind wie im Flug vergangen.









Die Fülle an Arbeit, die sich auf meinem Schreibtisch stapelte, verband sich mit einem Email-Posteingang, der voller und voller wurde und drei aufeinander folgenden Wochenenden mit Vorträgen in verschiedenen Städten.


Jetzt ist es an der Zeit, einen Gang zurückzuschalten, um vom vielen Tun wieder mehr ins Sein zu treten. Erstens brauche ich neue Kraft und zweitens muss das, was ich im Außen sage, zuerst im Innen vorhanden sein und dort kultiviert werden. Im Außen möchte ich das weitergeben, was sich im Innen angesammelt hat. Wenn ich mich zu oft im Außen bewegen würde, täte mir das nicht gut.

Ich muss darauf achten, dass ich sorgsam mit dem Geschenk umgehe, das Gott mir anvertraut hat: mit mir selbst. Es muss lebendig bleiben, um andere überhaupt beschenken zu können.

Wir können zwar unser Leben lang sehr aktiv sein, so manches bewirken und bewegen, aber doch selbst nicht wirklich leben. Die Quelle des Lebens sprudelt nicht vom Außen nach Innen. Sie liegt im verborgenen Innen, erfüllt uns von dort aus und bahnt sich schließlich einen Weg nach Außen. Mal geschieht dies durch den Kanal unser Worte, mal durch Taten.

Ich spüre recht gut, wenn etwas von mir ausgeht, das in einem anderen Menschen Leben zu wecken vermag. Aber ich spüre ebenfalls, wenn beispielsweise meine Worte nur die Ebene des Verstandes erreichen und nicht zu dem Ort vordringen, wo sie Leben stärken können: zum Herzen anderer Menschen.


Worte können das tatsächlich bewirken, wenn unsere Worte verbunden sind mit Erfahrung, Reflexion und einem innewohnenden demütigen Angebot - wenn sie durchtränkt sind mit Leben. Sachliche Richtigkeit alleine genügt nicht. Deshalb müssen wir alle - egal, ob wir uns eher mit Worten oder mit Taten ausdrücken - danach trachten, dass die Quelle des Lebens in uns nicht vertrocknet oder von all dem, was von Außen auf uns einströmt verschüttet wird.


Für mich ist es jetzt an der Zeit, einen Gang zurückzuschalten, um mich ans Innen zu erinnern und dort demjenigen Raum zu geben, der das Leben selbst ist.

Ich wünsche dir, dass auch du nach Phasen, in denen du besonders viel investiert und gegeben hast, immer wieder den Weg zurück zu dir, deinem Innen und zur stillen Gemeinschaft mit demjenigen findest, der dir Leben schenken möchte: Jesus.

„…das Wasser, das ich ihm geben werde, wird in ihm eine Quelle Wassers werden, das ins ewige Leben quillt.“ Joh.4,14


Hab eine gute Woche. Rainer

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