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Für den König


Hinter mir liegt ein ganz besonderes Wochenende.


Noch immer bin ich tief berührt von den Menschen, mit denen ich den Freitagabend und Samstagmorgen verbringen durfte.


Mehr noch aber bin ich berührt von der Güte Gottes, von seiner Gegenwart und seinem so offensichtlichen Interesse an uns und an meiner Stadt.


Nach langer Planungszeit trafen sich rund dreißig Leiterinnen und Leiter aus Freiburg und der näheren Umgebung zu einem Treffen, wie es nicht alle Tage stattfindet.





Es ist nicht einfach, diese Verantwortungsträger, die sich zweimal monatlich zum Freiburger Leitergebet versammeln, am Wochenende zusammenzubringen. Umso erfreuter war ich, dass wir so viele waren.


Unser Ziel war, als Verantwortliche aus verschiedenen Konfessionen und Denominationen, aus der Wirtschaft, der Politik und dem Sozialwesen im gemeinsamen Gebet auf Gottes Stimme zu hören.

„Was sind deine Pläne für Freiburg und was können wir als Einzelne, aber auch mit den Ressourcen und Stärken unserer Organisationen dazu beitragen, um sie zu verwirklichen?“

- das waren die Kernfragen, die wir in der Stille vor Gott bewegten und im anschließenden Austausch sammelten.


Das Ergebnis überraschte mich.


Zwei Tage vor Beginn des Treffens hatte ich Besuch von einem Leiter aus den USA, den ich noch nicht kannte. Während unseres Gesprächs begann er einige prophetische Eindrücke weiterzugeben und erzählte dass er  stark an die Sage von König Arthur und seiner Tafelrunde denken müsse. Er sprach beispielsweise davon, wie ergeben die Ritter dem König waren und was für eine starke Verbundenheit unter ihnen herrschte.


Mir wurde klar, dass er - vielleicht ohne es zu ahnen - vom bevorstehenden Leiterwochenende sprach. Unsere kurze Begegnung war so speziell, dass ich mich in den beiden folgenden Tagen etwas mit der Sage beschäftige und zu staunen begann:

Die Kernaussagen umfassten genau das, wovon ich seit Jahren träume und wofür ich arbeite:


Ich sehne mich nach Gruppen von „Edelmännern“ (= Leiterinnen und Leiter), die sich gemeinsam und völlig ihrem guten König unterstellen.

Leiter, die um ihre gemeinsame Verantwortung wissen. Die ihre jeweiligen Gaben kennen. Die wissen, dass sie nur gemeinsam die Ziele des Königs erreichen können.

Die einander deshalb ergänzen und unverbrüchlich einer zum anderen stehen.


Ich weiß, dass es merkwürdig für jemanden klingen mag, der es noch nicht erlebt hat, aber es ist es wahr: Gott spricht in unser Leben hinein.

Am vergangenen Wochenende haben sich Frauen und Männer, die in jeweils großer Verantwortung stehen, der Herausforderung gestellt, seine Worte zu hören. Was sie wahrgenommen haben, wird das Reich ihres Königs Jesus Christus in seiner Schönheit und Gerechtigkeit in unserer Stadt und Region sichtbarer machen - zum Wohle aller Menschen, die hier leben.


Auch wenn die Geschichte von König Arthurs Tafelrunde eine Legende sein mag: Am vergangenen Wochenende erkannten wir uns und unseren Auftrag in ihr.

Die Ritter an Arthurs Tafel standen ein für ein vorbildliches Leben, für Zusammenarbeit, Mut und Tapferkeit, für Wahrheit und Vergebung, für Integrität und Pflichtbewusstsein, für Weisheit, Hoffnung und Inspiration, für Vertrauen und Loyalität.

Über allem aber stand die Hingabe an ihren König.


In diesen besonderen Tagen hat Gott uns Freiburgern eine tiefe Form von Verbundenheit und Einheit aufgetragen. Wenn wir es schaffen, dies in unserem vollen Alltagsleben nicht zu vergessen, wenn wir uns Zeit nehmen, um eine Gemeinschaft zu werden, die den Rittern der Tafelrunde Arthurs ähnelt, dann werden wir mit unseren Augen die Erfüllung eines der schönsten Worte Jesu sehen:


„Liebt einander! So wie ich euch geliebt habe, so sollt ihr euch auch untereinander lieben. An eurer Liebe zueinander wird jeder erkennen, dass ihr meine Jünger seid.“ Joh. 13,34-35

Ich bin gespannt, berührt und hoffnungsvoll.


Alles Liebe. Rainer

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