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Der Schönheit auf der Spur


Welche Rolle spielt Schönheit in deinem Leben?

Was ist Schönheit überhaupt?

Hat sie einen Zweck?







Ich habe mich immer wieder mit dem Thema der Schönheit beschäftigt, zuletzt beim Lesen des Buchs „Der Trost der Schönheit“, geschrieben von der 1946 geborenen Autorin Gabriele von Arnim.


Schönheit bedeutet mir viel, denn sie tut mir wohl. Ich habe gelernt, auf meiner oft schnell verlaufenden Reise durch mein Leben den Blick für das Schöne nicht zu verlieren, sondern meine Sinne immer wieder zu schärfen, damit sie Schönheit entdecken und aufnehmen können.


Schönheit zu definieren ist nicht einfach.


Schon die großen Philosophen gingen von verschiedenen Ansätzen zur Definition von Schönheit aus. So gibt es etwa die "ästhetische Theorie", die besagt, dass Schönheit im Auge des Betrachters liegt und von individuellen Vorlieben und kulturellen Normen abhängig ist. Ein anderer Ansatz ist die "Goldene Regel der Schönheit", die besagt, dass Schönheit in der Harmonie, Symmetrie und Proportion liegt.

Während die einen also sagten, Schönheit sei subjektiv, versuchten andere, Schönheit messbar zu machen, um zu einer objektiven Bewertung finden zu können.


In der Theologie wird Schönheit wiederum anders betrachtet, Schönheit wird als eine Manifestation der göttlichen Ordnung und Vollkommenheit gesehen, die den Menschen helfen kann, Gott zu erkennen. Schönheit wird aber auch mit moralischer Vollkommenheit und geistlicher Reinheit verbunden. Sie wird nicht nur als ästhetische Erscheinung betrachtet, sondern auch als Ausdruck von Gottes Liebe und menschlicher Hingabe an Gott.


Es ist also nicht leicht, Schönheit zu definieren. Und doch haben wir alle einen Sinn für sie. Schönheit verbinde ich mit Positivem. Sie berührt mich auf eine Weise, die mein Herz leichter macht. Sie weckt Hoffnung in mir. Schönheit tut mir wohl.

Ich muss dabei nicht unbedingt emotional überwältigt werden. Aber angesichts einer Weltentwicklung, die mich manchmal überfordert, traurig macht und deprimiert, brauche ich die Begegnungen mit kleinen Schönheiten.


So frage ich mich beispielsweise auf dem Weg mit dem Fahrrad zur Arbeit am frühen Morgen, wo gerade jetzt Schönheit wahrzunehmen ist. Dann höre ich plötzlich den Gesang der Amseln, sehe an der Ampel stehend die aufbrechenden Blüten eines Busches, rieche den Duft der sich erwärmenden Erde und empfinde Freude.



Ich wünsche dir, dass du in dieser neuen Woche die kleinen Schönheiten entdeckst, die dich überall umgeben und dich in deinem oftmals herausfordernden Alltagsleben gleichsam kurz in den Arm nehmen.


Und falls du die Schönheit des christlichen Glaubens noch nicht kennst, bete ich, dass du hören mögest, wie diese kleinen Schönheiten dir zuflüstern, dass es den einen Komponisten, Maler und Poeten gibt, der das Schöne geschaffen hat.

Die Evangelien sind die beste Adresse, um mehr über den schönen Gott und den Weg zu ihm zu erfahren.


Eine gute Woche wünsche ich dir. Rainer

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