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Tun oder lassen?



Ich bin seit Mitte der Achtziger Jahre Christ und habe ungezählte Gottesdienste, Seminare und Konferenzen besucht. Die Zahl christlicher Bücher, die ich seither gelesen habe, würden einen ziemlich hohen Stapel bilden.





Das angehäufte Wissen ist umfangreich. Aber: Wissen alleine genügt mir nicht. Ich möchte nicht nur über die Erfahrungen anderer Menschen mit Gott lesen - ich will ihn und das, was er durch seinen Geist tut, selbst erleben. Nun ist es aber nicht so, dass ich bisher gar keine Erfahrung etwa mit Wundern gemacht hätte. Ich könnte viele Geschichten aus meinem Alltag, meinem Dienst und meiner ganz praktischen Versorgung erzählen.

Aber da ist auch ein Bereich in meinem Leben als Christ, in dem ich einen Mangel an Erfahrung habe, obwohl ich mich immer wieder intensiv damit beschäftigt und mich auch darin geübt habe: Es geht um körperliche Heilung.

Auch hierüber habe ich einiges an Wissen angesammelt. Ich kenne Zeugnisse von Menschen, die entweder am eigenen Körper Heilung erlebt haben oder durch deren Gebet andere geheilt wurden. Jedoch: Durch meine Gebete passierte das bisher höchst selten und spektakuläre Heilungswunder waren bisher keine dabei.


Diese fehlende Erfahrung schmerzt mich. Ich muss zwar keine Kranken heilen, aber ich glaube, dass es Jesus möglich ist, es durch dich und mich zu tun. Ich leide mit den kranken Menschen in meinem Bekanntenkreis und würde ihnen so gerne helfen. Aber natürlich weiß ich realistischerweise auch, dass wir alle unserem Tode „entgegensterben“ - jeden Tag ein bisschen. Heilung ist diesseits der Ewigkeit also temporär - und doch möchte ich sie erleben.

Ich glaube zudem, dass Zeichen und Wunder dabei helfen können, dass Menschen erkennen: „Gott ist real und er ist da!“


Also bete ich weiter für kranke Menschen. Vielleicht ergeht es mir ja auch so, wie es John Wimber vor vielen Jahren ergangen ist. Weil er zu der Überzeugung kam, dass Gott heute noch Menschen auf Gebet hin heilt, betete er für viele Kranke - und keiner wurde gesund. Manche wurden sogar kränker oder starben. Aber Wimber betete weiter. Dann kam der Tag einer überraschenden Veränderung. Er betete für eine bettlägerige Frau und erklärte gleich nach dem Gebet, warum auf Gebet hin nicht immer Heilung eintritt - so „groß“ also war seine Erwartung mittlerweile. Doch seine Erklärung wurde nicht gehört, denn er wurde von der Frau unterbrochen, die tatsächlich spontan geheilt wurde. Von dem Tag an erlebte er viele Heilungswunder. Wimber blieb dran, weil die Bibel uns Christen zum Gebet für Kranke aufruft.

Deshalb bitte ich dich zu Anfang dieser Woche trotz meines eigenen, nur kleinen Erfahrungsschatzes, trotz mancher Zweifel und Fragen: Bete in den nächsten Tagen für kranke Menschen. Wage es. Überwinde dich. Und hoffentlich: Staune.


Alles Liebe. Rainer

PS: Es scheint, als ob Gott mich beim Verfassen dieses Artikels heute morgen quasi mit einem Augenzwinkern mit einem Mann zusammenbrachte, der mich um Gebet für seine Schulter bat. Er sagte mir, dass er in ärztlicher Behandlung sei, aber bisher keine Besserung erfahren hätte. Ok, wer einen Blogartikel über Heilung schreibt, der muss auch beten... Also betete ich für ihn. Anschließend bat ich ihn dann darum seine Schulter zu bewegen, um zu schauen ob der Schmerz weg ist. Er versuchte es und sagte: „Es könnte besser geworden sein“. Hmmm. Vorhin schrieb ich ihm dann eine Mail und fragte nach: „Und? Besser oder nicht?“ Ich warte noch auf Antwort.


#rainersmondayimpulse

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