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Ganz schön trocken.


Vielleicht hast du folgendes schon einmal erlebt oder erlebst es gerade:


Du hast den Eindruck, irgendwie am Rande des Geschehens zu stehen und dein Glaube fühlt sich ganz schön trocken an.





Du fragst dich: „Habe ich etwas falsch gemacht? Warum fühle ich mich Gott fern? Bete ich vielleicht zu wenig?“

Wenn es dir so ergeht befindest du dich vielleicht gerade in einer Phase deines Lebens, die ich als „Wüstenwanderung“ beschreiben möchte.


Wüstenwanderungen im geistlichen Sinne können verschiedene Ursachen haben. Eines aber ist immer gleich: Sie wecken deine Aufmerksamkeit.

Sie heben deine Gedanken heraus aus den gewohnten Bahnen. Und es wird in dir eine Stimme laut, die nach Mehr von Gott ruft.


Die Erfahrung der Wüste ist nicht angenehm, aber ihr wohnt eine vorausschauende Schönheit inne. Gottes Absicht nämlich ist, dein Leben (wieder) aufblühen zu lassen. Deine Wüste kann sogar eine Verheißung in sich tragen: die Verheißung, dass im trockenen Grund deines Seins eine Quelle aufbrechen soll, die dich lebendig macht und von der auch andere Menschen trinken können.

Diese Quelle ist Gott selbst.


Egal, ob du vielleicht bewusst oder unbewusst eine falsche Abzweigung genommen hast und dich deshalb in der Trockenheit der geistlichen Wüste befindest oder ob Gott selbst dich auf eine Wüstenwanderung mitgenommen hat:

Hier, in der Abgeschiedenheit deiner Seele, kann er zu dir sprechen. An diesem Ort kann er deiner Verzweiflung begegnen und dir Ruhe schenken.


Eine geistliche Wüstenwanderung muss man nicht fürchten, denn sie führt letztlich zur oben erwähnten Quelle - wenn du auf den vertraust, der schon über sein Volk Israel sagte:


»Doch dann werde ich versuchen, sie wiederzugewinnen: Ich will sie in die Wüste bringen und in aller Liebe mit ihr reden.«
Hosea 2:16

Wüstenwanderungen sind Zeiten des „Alleine Seins“. Allein mit dir. Allein mit Gott.

Jesus kannte die Erfahrung der Wüste gut und trat „in der Kraft des Geistes“ (Luk.4,14) wieder aus ihr heraus.


Das wünsche ich dir von Herzen auch für dein Leben.


Rainer

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1 Comment


Wegwarte
Wegwarte
Mar 06, 2023

Ich denke, Gott führt uns manchmal in/durch die sprichwörtliche Wüste, um uns dort nahe zu sein und zu uns zu sprechen. Es ist bestimmt kein Zufall, dass das hebräische Wort für "Wüste", מִדבָּר, ins Deutsche rückübersetzt "Sprechen" heißt:

https://translate.google.com/?sl=de&tl=iw&text=W%C3%BCste&op=translate&hl=de

https://translate.google.com/?hl=de&sl=iw&tl=de&text=%D7%9E%D6%B4%D7%93%D7%91%D6%BC%D6%B8%D7%A8&op=translate


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