„Israelmandat“: ein Begriff, zusammengesetzt aus zwei Worten, die beide für sich Fragen aufwerfen - und Emotionen wecken.

Israel -  dieses kleine Land ist seit der Gründung des unabhängigen Staates im Jahr 1948 ständig in den Weltnachrichten präsent, es polarisiert, es fordert die Mächtigen dieser Welt dazu auf, Stellung zu beziehen und ist Auslöser ungezählter Diskussionen und Auseinandersetzungen. Der Nahostkonflikt wirft viele Fragen auf und trotz vieler politischer Versuche sind bisher alle menschlichen Lösungsansätze zum Scheitern verurteilt gewesen.

Durch die Teilung Palästinas durch die UNO im Jahr 1947, die Staatsgründung 1948 und die Aufnahme Israels in die Vereinten Nationen ging eine biblische Verheißung in Erfüllung: Nach den Gräueln des Holocaust durften die seit Jahrtausenden verfolgten Juden den verheißenen Zufluchtsort, den Gott ihnen immer wieder als Eigentum und Heimat zugesprochen hat, offiziell ihr Eigen nennen und dorthin migrieren. Ruhe haben sie noch immer nicht gefunden, denn sie sind manchem Nachbarn solch ein Dorn im Auge, dass man sie am liebsten vertreiben würde. Davon zeugen Terror und Kriege, mit denen Israel immer wieder konfrontiert wird (ausführliche Informationen zum Nahost-Konflikt sind auf Wikipedia zu finden).

„Mandat“ - was bedeutet dies für das Gebetshaus Freiburg? Maßen wir uns an, einen offiziellen Auftrag zu haben, politische Lösungen zu kennen oder beurteilen zu können, wer im Nahostkonflikt wie viele ungerechte Handlungen ausführt? Nein. Das Mandat, welches wir als Gebetshausgemeinschaft verspüren, lässt sich sehr einfach mit zwei Worten beschreiben: Beten und Lieben - beides sind Mandate, die alle Christen von Gott bekommen haben.

1.    Praktische Umsetzung Durch Gebet

Auf der Basis der biblischen Aussagen über die Juden als Gottes erwähltes Volk, auf der Grundlage seiner Verheißungen für sein Volk und Land und in Anbetracht des seit 1948 währenden Konflikts um das Land Israel, beten wir an mehreren Stunden der Woche für Israel:

  • Montag 07:00 - 08:00

  • Montag 18:00 - 20:00 (alle 2 Wochen)

  • Donnerstag 16:00 - 18:00

Zwei Mal im Jahr reist zusätzlich ein Team von Betern aus dem Gebetshaus nach Jerusalem, wo sie jeweils vier Stunden täglich im Gebet und der Anbetung vor Gott stehen.

Wichtig ist uns, dass sich unser Beten nicht aus einer emotionalen und unreflektierten Begeisterung speist, sondern auf dem Boden der biblischen Aussagen steht. So ist es uns auch ein Anliegen, die anderen Völker des Nahen Ostens nicht abzulehnen sondern in unsere Gebete mit einzuschließen. Gott hat die Antwort für Israel UND die umliegenden Völker. Frieden kommt von ihm. Hervorragend wird dies in den Worten des Propheten Jesaja ausgedrückt, (Kapitel 19, 21-25):

Und der HERR wird sich den Ägyptern zu erkennen geben, und die Ägypter werden an jenem Tag den HERRN erkennen. Dann werden sie dienen mit Schlachtopfern und Speisopfern und werden dem HERRN Gelübde tun und sie erfüllen. Und der HERR wird die Ägypter schlagen, schlagen und heilen. Und sie werden sich zum HERRN wenden, und er wird sich von ihnen erbitten lassen und sie heilen. An jenem Tag wird es eine Straße von Ägypten nach Assur geben. Assur wird nach Ägypten und die Ägypter nach Assur kommen, und die Ägypter werden mit Assur [dem HERRN] dienen. An jenem Tag wird Israel der Dritte sein mit Ägypten und mit Assur, ein Segen inmitten der Erde. Denn der HERR der Heerscharen segnet es und spricht: Gesegnet sei Ägypten, mein Volk, und Assur, meiner Hände Werk, und Israel, mein Erbteil!

Diese Aussagen aus der Heiligen Schrift zeigen eindeutig, dass Gott die Völker des Nahen Ostens liebt. (Anmerkung: Das alte Assur umfasst einen großen Teil der in der Region befindlichen heutigen Staaten des Nahen Ostens.) Daher ist eine der Gebetsrichtlinien für uns: „Herr, lass die Völker des Nahen Ostens Jesus Christus erkennen“.

Wir beten, dass Israel zum Segen für alle Nationen wird, dass es als Volk und Land beschützt bleibt und alle Bewohner Jesus Christus als den lange ersehnten, Frieden bringenden Messias erkennen.

Wir glauben nicht an eine Ersatztheologie, die besagt, dass die Christen Israel als Volk Gottes ersetzt haben, sondern mit dem Apostel Paulus zusammen verstehen wir uns als „wilde Ölbaumzweige“, die in den Ölbaum Israel eingepfropft wurden. Wir sehen eine brüderliche Verbundenheit und wie Paulus sehnen wir uns danach, dass Israel Jesus erkennt (siehe Römer 11,1; Römer 9,1-5).

Wir glauben, dass Gott Israel erwählt hat und seinem Volk real existierendes Land zugesprochen hat:

Und der HERR sprach zu Abram: Geh aus deinem Land und aus deiner Verwandtschaft und aus dem Haus deines Vaters in das Land, das ich dir zeigen werde! Und ich will dich zu einer großen Nation machen, und ich will dich segnen, und ich will deinen Namen groß machen, und du sollst ein Segen sein! Und ich will segnen, die dich segnen, und wer dir flucht, den werde ich verfluchen; und in dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter der Erde! 1.Mose 12,3

An jenem Tag schloss der HERR einen Bund mit Abram und sprach: Deinen Nachkommen habe ich dieses Land gegeben, vom Strom Ägyptens an bis zum großen Strom, dem Euphratstrom: die Keniter und die Kenasiter und die Kadmoniter und die Hetiter und die Perisiter und die Refaïter und die Amoriter und die Kanaaniter und die Girgaschiter und die Jebusiter. 1.Mose 15, 18-21

Siehe weiter zu den Verheißungen bezüglich „Gottes Volk“ und dem geografisch realen Land z.B. Richter 2,1; 1.Mose 26,4; 1.Mose 28,13; 2.Sam.7,23-24.

2.    Praktische Umsetzung durch konkrete Beziehungen (Lieben)

Mitten in der Altstadt gibt es ein Gasthaus, wo wir bei unseren Gruppenreisen zusammen wohnen und täglich gemeinsam beten.

Als Gruppe ist es uns wichtig, mit Menschen in Kontakt zu kommen, um sie mit der Liebe Gottes in Berührung zu bringen. Dabei spielen für uns Nationalität oder Religionszugehörigkeit keine Rolle. Gerade mit Muslimen haben wir erstaunliche Begegnungen gehabt und sogar wörtlich einen muslimischen Araber zu uns sagen hören „Frieden kommt erst wenn Joshua wiederkommt“.

Beziehungen sind entstanden, die Erstaunliches möglich machen, so saßen wir schon in einem arabischen Viertel auf dem Dach eines Hauses, um dort nach einem herrlichen Abendessen auf Einladung des muslimischen Hausherren Jesus anzubeten…

Ebenso durften wir schon - laut seiner Aussage - als die Ersten überhaupt die Geschichte eines Überlebenden des Holocaust hören…

Gott liebt die Menschen Israels - und wir wollen dies auf praktische Weise und durch Gebet ebenfalls tun. Immer berichten wir neuen Freunden, dass wir zum Beten im Land sind und nie ist uns bisher Ablehnung begegnet.

Wenn du weitere Fragen zu unserem Israelmandat hast, empfehlen wir dir unsere Lehrserien, die du hier kostenlos anhören oder downloaden

kannst.

"Israel und die Treue Gottes"

 

"Warum wir für Israel beten“

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